Unser Küchenchef
„Es muss nach dem schmecken, was es auch tatsächlich ist“, ist einer der Küchen-Leitsätze des Projektleiters der neuen Caritastochtergesellschaft Inklusiv gGmbH, welche auf der Unterkirnacher Hapimag-Ferienanlage als Pächter den „Fohrenhof“ künftig betreibt.
Zunächst klingt der Satz von Stefan Vogt etwas banal, doch eben nur zunächst: Was der gelernte Koch und engagierte Küchenmeister, der schon im Auftrag Graf Bernadottes auf der Insel Mainau für die königliche Familie Schwedens bei deren Besuch am Bodensee Leckeres zubereitete, damit meint, wird beim weiteren Zuhören schnell klar: Oft hätten Lebensmittel kaum noch Eigengeschmack und würden dann mit allzu einheitlichen Geschmacksstoffen überwürzt. Seit der feierlichen Wiedereröffnung des Unterkirnacher Restaurants „Fohrenhof“ innerhalb der Hapimag-Ferienanlage, sollen die dortigen Menüteller von solchem Einheitsbrei verschont werden. Regionalität und Saisonalität sind dem einstigen Wirt des Gutacher Landgasthofes „Engel“ ebenfalls sehr wichtige Begriffe. Nicht buntgemischte Speisen aus aller Welt finden sich nördlich oberhalb der Schwarzwald-Gemeinde künftig auf der Karte, sondern aus der Region und im Schwerpunkt auch nur aus der aktuellen Saison.
Seit 1. Januar 2011 ist der Koch, welcher über den Zweiten Bildungsweg zusätzlich ein Studium zum Betriebswirt, Fachrichtung Handel, absolvierte, Projektleiter der Inklusiv gGmbH. Als solcher wird er einst gemeinsam Projektassistentin Michaela Kalmar (Hauswirtschaftsmeisterin) rund zwei Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter auch acht Menschen mit Behinderungen (wir berichteten), in den Bereichen Küche, Service, dem sogenannten Housekeeping und der Betreuung der Außenanlagen leiten. Die gemeinnützige GmbH wird zudem auch offizieller Ausbildungsbetrieb in den Lehrgängen Koch sowie Hauswirtschaft.
Noch gut erinnern kann sich der heute 36-Jährige an seine Schulzeit im Hoptbühl-Gymnasium Villingen. „Damals hatte ich viele Schulkameraden aus Unterkirnach“, so Vogt. „Der Ort hatte damals den Spitznamen „Schlemmerdorf. Vielleicht kommt das ja wieder!“





