Schirmherr des Fohrenhofs: Samuel Koch

Fohrenhof ist eröffnet

Nach fast einem Jahr Bauzeit war es am Samstag, 12. November 2011, endlich soweit: Das Restaurant „Fohrenhof“ innerhalb des Caritas-Inklusionsprojekts auf der Hapimag-Ferienanlage konnte eröffnet werden. Besonderer Ehrengast: der Schirmherr für das Projekt, Samuel Koch.

Sein Auftritt bei der Eröffnung war für alle Anwesenden ein eindrückliches Erlebnis. Der einstige Kunstturner, der am 4. Dezember 2009 in der Sendung „Wetten, dass...?“ schwer verunglückte und seither an den Rollstuhl gefesselt ist, übernahm die Schirmherrschaft über das Projekt. Trotz des großen Anreiseaufwands durch die umfangreiche körperliche Behinderung ließ es sich der 24-Jährige nicht nehmen, persönlich den Fohrenhof zur Eröffnung zu besuchen. In einer kleinen Rede hinterfragte Koch den Begriff des Schimherrn: Welche Aufgaben sind mit ihm verbunden? In der ursprünglichen Bedeutung aus dem 16. Jahrhundert habe das Wort wohl adlige Personen umschrieben, welche anderen militärischen Schutz gewährten. „Jetzt bin ich weder adlig, noch kann ich jemanden schützen, geschweige denn mich selbst“, so Koch eindrücklich vor dem aufmerksamen Forum vieler Dutzend Gäste, welches keines der wenigen, dafür aber umso gewichtigeren Worte verpassen wollte. „Ich bin quasi ohne Hilfe anderer nicht überlebensfähig.“ Gerade aus dieser extremen Hilflosigkeit heraus schöpfe er aber die Kraft, das ihm angetragene Amt tatsächlich zu übernehmen. Samuel Koch betonte, durch die mit ihm verbundene öffentliche Aufmerksamkeit gerne das Projekt unterstützen zu wollen – „weil dann der Unfall für mich nicht ganz so sinnlos erscheint.“
Auch weitere Persönlichkeiten lobten in dem vom Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Schwarzwald-Baar-Kreis, Michael Stöffelmaier, moderierten und vom Musikverein Unterkirnach musikalisch gestalteten Nachmittag das neue und innovative Projekt für Menschen mit Behinderungen. So beispielsweise die Behindertenbeauftragte der CDU-/ CSU-Fraktion, MdB Maria Michalk, in ihrem Vortrag „Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft“ oder die Wahlkreisabgeordneten des Bundestags Siegfried Kauder und des Landtages Karl Rombach. Auch Landrat Karl Heim und Unterkirnachs Bürgermeister Gerold Löffler zeigten sich vom Fohrenhof und der Inklusiv gGmbH begeistert. Ebenso der Vorstandsvorsitzende der Hapimag AG (Baar in der Schweiz) Kurt Scholl, der Area-Manager der Hapimag AG Jost Rossel,  der Leiter des Integrationsamtes im Kommunalverband für Jugend und Soziales Karl-Friedrich  Ernst, der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes für den Schwarzwald-Baar-Kreis Otto Sieber, der Vorsitzende des Caritasrates, Villingen-Schwenningens Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon, wie auch Inklusiv gGmbH-Mitgesellschafter Willi Weis und der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Clemens.
Feierlich kirchlich eingeweiht wurde der Fohrenhof durch Caritas-Diözesandirektor der Erzdiözese Freiburg, Monsignore Bernhard Appel, und Dekan Josef Fischer.
Im Anschluss nahmen viele die Einladung zum feierlichen Dinner „Gastlichkeit mit Herz“ von Projektleiter und Chefkoch Stefan Vogt gerne an.
Tags darauf nutzte eine sehr große Anzahl Bürgerinnen und Bürger beim „Tag der offenen Türe“ die Möglichkeit, das Fohrenhof-Projekt kennenzulernen. In beinahe unzähligen Führungen erläuterten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das zugrundeliegende Konzept und die Räumlichkeiten. Auch hier unterhielt der Musikverein Unterkirnach bestens die Gäste des Fohrenhofs.

tl_files/fohrenhof/News/2011-12-11_Einweihung/Einweihung-des-Fohrenhofs-Bild-1-web.jpg
Samuel Koch bei der Ankunft im Fohrenhof.

tl_files/fohrenhof/News/2011-12-11_Einweihung/Einweihung-des-Fohrenhofs-Bild-2-web.jpg
Geschäftsführer Michael Stöffelmaier dankt dem Schirmherren.

tl_files/fohrenhof/News/2011-12-11_Einweihung/Einweihung-des-Fohrenhofs-Bild-3-web.jpg
Die Übernahme der Schirmherrschaft durch Samuel Koch löste ein enormes Medieninteresse aus. 

tl_files/fohrenhof/News/2011-12-11_Einweihung/Einweihung-des-Fohrenhofs-Bild-4-web.jpg
Nach der feierlichen Einweihung des Fohrenhofs: Caritas-Diözesandirektor der Erzdiözese Freiburg, Monsignore Bernhard Appel, (links) und Dekan Josef Fischer (rechts) sowie Geschäftsführer Michael Stöffelmaier.


Zurück